Branchenlösungen

Nachstehend führen wir einige Branchen auf, die zu unserem Kundenkreis zählen. Darüber hinaus sind wir aber noch in weiteren Dienstleistungsbereichen tätig, auf die wir aus Platzgründen an dieser Stelle nicht eingehen können.

Qualitätsmanagement in der Aus- und Weiterbildung (DIN ISO 29990)

Dienstleistungen sind nur bedingt standardisierbar, gerade weil es ja um etwas Persönliches und Individuelles gehen kann. Insbesondere für die Dienstleistung Weiterbildung kommen noch weitere Aspekte hinzu, die die Komplexität der Qualität zusätzlich erhöhen.

In einem umkämpften Markt wie dem der privaten Bildung kann ein Unternehmen nur dauerhaft bestehen, wenn es sich von der Konkurrenz abheben und etwas schaffen kann, was als „hervorragend“ angesehen wird. Die  Erfüllung der Anforderungen der ISO 29990 ermöglicht es Bildungsdienstleistern, sich qualitativ von der Konkurrenz abzuheben und auf dem Markt zu bestehen. Im Vergleich zu anderen QM-Systemen (wie z.B. ISO 9001) ist die ISO 29990 sehr viel deutlicher an der konkreten Lernsituation orientiert und geht über die Anforderungen stellenweise deutlich hinaus (Konzepte aus der Industrie sind nicht auf die Weiterbildung übertragbar). Sie ist weitaus besser geeignet für den Bereich Aus- und Weiterbildung mit seinen ganz spezifischen Anforderungen

Qualitätsmanagement für Steuerberater:

Qualität ist nicht nur eine Frage von Rechten und Pflichten, vielmehr nützt sie auch dem Steuerberater selbst. So helfen beispielsweise motivierte Mitarbeiter und optimierte Arbeitsabläufe, Fehler bei der Leistungserstellung und Störungen im Mandatsverhältnis zu vermeiden. Dadurch erhöhen sich Produktivität und Ertragskraft der Kanzlei. Die Mandatsverhältnisse werden gesichert. Das Bemühen um Qualität gibt Anlass, das eigene berufliche Tun zu überdenken und es auch an ideellen Werten zu orientieren. Der Steuerberater soll insbesondere seine beruflichen Tätigkeiten hinsichtlich Kanzleizielsetzung, Dienstleistungs-, Mandats- und Honorarpolitik überdenken, um dadurch den Nutzen für den Mandanten und die Produktivität der Kanzlei zu steigern. Qualitätssicherung bedeutet deshalb auch, die Arbeitsabläufe nachvollziehbar zu dokumentieren, zu optimieren und Fehler bei der Leistungserstellung zu vermeiden. Schließlich soll durch Kontrolle und Nachschau der Qualitätssicherungsaspekte ein kontinuierlicher Verbesserungsprozess eingeleitet werden.

Qualitätsmanagement in einer Rechtsanwaltskanzlei:

Die Tätigkeit von Rechtsanwälten ist komplex und beschränkt sich nicht allein auf die Anfertigung von Schriftsätzen und die Wahrnehmung von Gerichtsterminen. So ist ein Anwalt zugleich Unternehmer: er muss dafür sorgen, dass sein Kanzleibetrieb funktioniert und hierfür die personellen und sachlichen Mittel bereitstellen. Weiterhin müssen die Arbeitsabläufe organisiert werden, damit die Lieferung seines „Produkts“, die ordnungsgemäße Bearbeitung des Mandats, sichergestellt ist und weiterhin sein Einsatz in einem angemessenen Verhältnis zum wirtschaftlichen Ergebnis steht. Auch ein Rechtsanwalt steht vor der Notwendigkeit, sich über die Art und Weise der Arbeitsabläufe in seiner Kanzlei Gedanken zu machen. Er unterscheidet sich daher nicht von anderen Unternehmern, so dass die Regeln für ein funktionierendes QM-System auch für ihn gelten.

Qualitätsmanagement im Ingenieurbüro

Die Dienstleistungserbringung im Ingenieurbüro ist geprägt von den Kundenerwartungen und Kundenbedürfnissen. Für das Ingenieurbüro besteht die Herausforderung darin, die Planungs-, Steuerungs- oder Überwachungsdienstleistungen jeweils einmalig unter individuellen Randbedingungen zu erbringen. Dies birgt den Nachteil schwieriger Messbarkeit der Prozesse, aber auch den Vorteil Leistungen zu erbringen, die keinen Wiederholungsfaktor besitzen.

Öffentliche Auftraggeber weisen verstärkt darauf hin, dass sie von ihren Auftraggebern den Nachweis für ein im Ingenieurbüro betriebenes QM-System als Voraussetzung für die Auftragsvergabe erwarten. In der DIN 14675 wurde erstmals für einschlägig tätige Unternehmen (Planung, Bau und Betrieb von Brandmeldeanlagen) verbindlich die Forderung nach Einführung eines QM-Systems und dessen Zertifizierung nach ISO 9001 erhoben. Das büroeigene QMS muss allerdings vollständig an die Gegebenheiten des einzelnen Büros angepasst sein.

Qualitätsmanagement „Sicherheitsdienste“:

Security-Firmen arbeiten in einem stark umkämpften Markt. Dauerhafter Erfolg ist nur möglich, wenn der Service stimmt, der Preis und die Qualität der Arbeitsausführung. Forderungen aus der Gewerbeordnung verpflichten Unternehmen aus der Sicherheitsbranche zur Darlegung der Zuverlässigkeit und anderer Qualitätsmerkmale. Dafür eignet sich in besonderem Maße der Aufbau eines zertifizierfähigen QM-Systems nach DIN EN ISO 9001:2015. Durch den Aufbau und die Aufrechterhaltung eines QMS im Sicherheitsgewerbe wird erreicht, dass alle vom Auftraggeber aufgestellten Forderungen sowie die nach den einschlägigen Gesetzen, Verordnungen, Richtlinien und Vorschriften gültigen Anforderungen erfasst und dokumentiert werden sowie deren Erfüllung nachgewiesen werden kann.

Qualitätssicherung „Gebäudereinigung“

Welche Maßnahmen sind erforderlich, um eine gute und zufriedenstellende Reinigungsleistung (Unterhaltsreinigung) zu erhalten, und was ist zu tun, um die gute Reinigungsqualität langfristig zu sichern? In der Gebäudereinigungsbranche tobt zurzeit ein in dieser Form noch nie dagewesener Verdrängungswettbewerb. Diese Negativentwicklung geht in der Regel immer zulasten der Auftraggeber von Reinigungsleistungen. Die Werterhaltung, das eigentliche Ziel eines jeden Gebäudereinigungsbetriebes, kommt hierbei erheblich zu kurz oder spielt auch oft keine Rolle mehr, da häufig die billigsten Bieter den Zuschlag erhalten. Dieser Punkt trägt zusätzlich dazu bei, dass sich die Reinigungsqualität zunehmend verschlechtert (Preisverfall). In vielen Branchen werden aufgrund dieser Entwicklung wieder eigene Reinigungskräfte eingestellt. Dadurch gehen der Reinigungsbranche viele Reinigungsflächen verloren, was den Wettbewerb zusätzlich verschärft.

Qualitätsmanagement im  „Gebäudemanagement“

Wenn es um das Thema Gebäudemanagement geht, setzen mittelständische Unternehmen auf Qualität: eine Studie aus dem Jahr 2010/2011 ergab, dass fast drei Viertel der Entscheidungsträger für das infrastrukturelle Gebäudemanagement bei der Wahl ihrer Serviceanbieter das Thema Qualitätsmanagement berücksichtigen. Die Erwartungen der Auftraggeber an ein QMS im Gebäudemanagement verfolgen drei Ziele: die Verbesserung der Qualität des tatsächlichen Arbeitsergebnisses, die Verbesserung der Abläufe im Qualitätsmanagement und die Verbesserung der Funktionalität des QM-Systems. Facility Management bezeichnet die Verwaltung und Bewirtschaftung von Gebäuden und Anlagen. Durch die zunehmende Auslagerung von Prozessen stoßen auf diesem Gebiet immer mehr Dienstleister auf den Markt. Die Vergleichbarkeit der verschiedenen Leistungen dieser Unternehmen sicherzustellen ist das Ziel der DIN EN 15221. Sie stellt einen Leitfaden zur Messung, Erreichung und Verbesserung der Qualität im Facility Management öffentlicher und privater Organisationen bereit. Die Dienstleistungen im Facility Management werden bei Anwendung der Norm somit auf eine verlässliche und vergleichbare Grundlage gestellt.