Wissensmanagement

Wissensmanagement hat zwei wesentliche Komponenten, eine technische und eine menschliche. Zur technischen Komponente gehören Datenbanken, Wiki-Systeme, Strukturierungen und Taxonomien von Wissen. Zur menschlichen Komponente gehören der Austausch von und über Wissen, die Identifikation von Wissensträgern  und die Organisation von Lernprozessen zwischen langjährigen, erfahrenen Mitarbeitern und neuen Mitarbeitern bzw. Nachfolgern.

Unsere Erfahrungen aus der Praxis zeigen, dass man sich in den Betrieben zu oft einseitig mit den technischen Aspekten des Wissensmanagements befasst ( wenn man sich überhaupt damit beschäftigt) und die menschliche Komponente vernachlässigt. Die ist aber entscheidend für die Wirksamkeit von Wissensmanagementsystemen in der Organisation.

In den kommenden Wochen und Monaten werden wir uns in verschiedenen Beiträgen mit dem Thema „Wissensmanagement im Betrieb“ befassen. Sie erhalten Anregungen, Tipps und Hilfen für die Verknüpfung von Qualitätsmanagement und Wissensmanagement anhand von Beispielen.

Inhalte sind u.a.:

► Methoden zur Unterstützung des Wissensaustauschs

► Methoden der Wissensstrukturierung und -repräsentation

► Bewertungs- und Planungsmethoden

► Methoden aus Nachbardisziplinen

Wir gehen auf Methoden und Techniken des Wissensmanagements ein, aber auch darauf, welche Rolle des Wissensmanagement als Enabler einer Lernenden Organisation beim Erreichen ihrer strategischen Ziele spielen kann.

Wir beginnen mit den Kernprozessen und Zielen des Wissensmanagements. Diese müssen für die jeweilige Organisation gemäß den strategischen Zielen definiert und spezifiziert werden. Das organisatorische Wissensmanagement zielt darauf ab, Wissen in der Organisation zu identifizieren, weiterzuentwickeln, zu bewerten und zu bewahren, die weitere Nutzung und Verteilung sicherzustellen und bei Bedarf Wissenslücken zu schließen.

Danach setzen wir uns mit den verschiedenen Methoden zur Unterstützung des Wissensaustauschs, zur Strukturierung und Repräsentation sowie zur Planung und Bewertung von Wissen und der durchgeführten Wissensmanagementmaßnahmen auseinander, wie verschiedene Methoden miteinander kombiniert und bei Bedarf unternehmensspezifisch weiterentwickelt werden können.

Wir gehen auch kurz auf Methoden aus den Nachbardisziplinen Prozess-, Kompetenz- und Innovationsmanagement ein. Wissensmanagement weist viele Schnittstellen mit Nachbardisziplinen und Funktionsbereichen im Unternehmen auf. Dabei spielt vor allem das Prozessmanagement eine relevante Rolle, da eine prozessorientierte Ausrichtung, d.h. die Unterstützung wissensintensiver Prozesse, mittlerweile als Voraussetzung für erfolgreiches Wissensmanagement gilt.